Älterwerden und Gesundheit - Die Patientinnenschulung
Ein Projekt des Feministischen Frauengesundheitszentrums Berlin (FFGZ)
Details
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Kurzbeschreibung
Das Projekt „Älterwerden und Gesundheit - Die Patientinnenschulung“ wendet sich an sozial benachteiligte Frauen zwischen 40 und 70 Jahren deutscher und nicht-deutscher Herkunft. Sich auf diese Personen- und Altersgruppe zu konzentrieren war Anliegen des Feministischen Frauengesundheitszentrums Berlin e.V. (FFGZ), da es geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der gesundheitlichen Situation von Frauen gibt und dieser Lebensabschnitt von besonderer Bedeutung für ihre Gesundheit ist. Darüber hinaus sind die meisten Frauen noch zu wenig über ihre Rechte als Patientinnen informiert und setzen zu selten die eigenen Bedürfnisse und Anliegen im Gesundheitssystem durch. Besonders betroffen sind Frauen aus sozial benachteiligten Verhältnisse, insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund.
Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Frauen über gesundheitliche Themen zu informieren, um Erkrankungen vorzubeugen und ihr Selbsthilfepotenzial für den Umgang mit Beschwerden, gesundheitlichen Einschränkungen oder Erkrankungen besser schätzen und nutzen zu lernen. Ferner sollen sie befähigt werden, sich im Gesundheitssystem zu orientieren und als kompetente und eigenverantwortliche Personen mit Vertretern und Vertreterinnen des Gesundheitswesens zu kommunizieren und ihre Rechte wahrzunehmen.
Hierfür wurde ein mehrwöchiges kostenloses Schulungsprogramm mit acht Modulen entwickelt, das sich am kulturellen, sozialen und individuellen Hintergrund der Frauen orientiert.
Das Projekt wurde als Good Practice-Projekt der Gesundheitsförderung für Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen ausgewählt. Die Auswahl guter Praxisprojekte ist ein Element des von der BZgA bereits 2001 initiierten Kooperationsverbundes zur Stärkung gesundheitlicher Chancengleichheit in Deutschland. Inzwischen 44 Kooperationspartner (Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen, Bundesvereinigung für Gesundheit, Landesvereinigungen und Landeszentralen für Gesundheit, Ärzteschaft, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus den Wohlfahrtsverbänden) haben sich zusammengeschlossen, um Aktivitäten zu bündeln, die die Gesundheit von Menschen in schwierigen Lebenslagen nachhaltig verbessern. Das zentrale Ziel des Kooperationsverbundes ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung.
Ein Bericht zur Patientinnenschulung ist außerdem veröffentlicht in dem Fachheft der BZgA: Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten
(letzte Aktualisierung am: 08.02.2012)