„Passives Akzeptieren“ und „heroische Anstrengung“ - zum Zusammenspiel von Behinderung und Geschlecht
Vortrag am 03.02.2009 im Rahmen der ZeDiS-Ringvorlesung "Behinderung ohne
Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies"

Details

AutorInKöbsell, Swantje
HerausgeberInZentrum für Disabiliy Studies, Universität Hamburg
Erscheinungsjahr2009
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Kurzbeschrei­bung

"Sowohl Behinderung als auch Geschlecht wurden lange als naturhafte Zustände angesehen; daraus resultierende Ungleichbehandlungen von Menschen galten als ebenso „natürlich“. Dies änderte sich erst durch die Aktivitäten der Frauen- und Behindertenbewegungen in den westlichen Ländern, die darauf aufmerksam machten, dass es sich bei beiden Strukturkategorien um gesellschaftliche Konstruktionen handelte. Um den gesellschaftlichen Konstruktionsprozess besser analysieren zu können, wurde in den Feminist bzw. Gender Studies eine analytische Trennung von Sex, dem biologischen Geschlecht, und Gender, dem sozialen, historisch–kulturell geformten Geschlecht, vorgenommen. Dies ermöglichte, die „Natürlichkeit“ bzw. Naturgegebenheit von unterschiedlichen Geschlechtsrollen in Frage zu stellen sowie Mann und Frau nicht mehr als sich ergänzend anzusehen, sondern festzustellen, dass sie sich in einem hierarchisches (Macht-) Gefälle befinden. Das Sex/Gender-System ermöglichte einerseits eine methodische, in allen Bereichen der Geschlechterforschung handhabbare Unterscheidung der beiden Ebenen. Andererseits wurde es als Instrument der politischen Analyse und Aktion, mit der Zielrichtung der strukturellen Änderung der Geschlechterbeziehungen, eingesetzt.
Ähnliches passierte ungefähr zeitgleich im Hinblick auf Behinderung." (Zitat: Webseite ZeDiS)

(letzte Aktualisierung am: 27.01.2012)

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