Good Practice
Angebote der Gesundheitsförderung professionalisieren sich immer mehr und unterliegen zunehmend strengeren Qualitätsansprüchen. Die Qualität und Wirksamkeit dieser Arbeit lässt sich aber nicht so einfach messen, analysieren oder testen wie ein Werkstoff oder Produkt. Gesundheitsfördernde Arbeit setzt in den vielschichtigen Lebenswelten der Menschen an und entfaltet ihre Wirkung in der Regel nur über größere Zeiträume. Die Qualität und Wirksamkeit der Arbeit gesundheitsförderlicher Maßnahmen zu belegen ist ein entsprechend schwieriger Prozess, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projekte und auch die Entscheidungsträger vor neue Aufgaben stellt.
Derzeit gibt es bei den Beteiligten noch keine Übereinkunft darüber, wie diese komplexen Aufgaben am besten anzugehen sind.
Deutlich ist inzwischen aber, was erfahrungsgemäß als gute und nachahmenswerte Praxis in der Gesundheitsförderung betrachtet werden kann. Hier setzt der Gedanke von Good Practice an: Durch Identifizierung und Benennung von Bereichen, in denen Projekte der Gesundheitsförderung herausragende Arbeit leisten, werden die vorhandenen positiven Potenziale erschlossen und Anderen zur Nachahmung empfohlen.
Vertiefende Informationen zu Good Practice finden Sie auf der Internetplattform www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/...
Hier im Frauengesundheitsportal finden Sie einen Auszug der Good-Practice-Projekte der Praxisdatenbank gelistet, und zwar diejenigen, die einen Frauenbezug aufweisen.
| 1 | Adebar - Beratung und Begleitung für Familien Kinder aus sozial benachteiligten Familien weisen mehr gesundheitliche Belastungen auf als andere; dazu gehören beispielsweise Defizite im Bereich der Wahrnehmung, der Motorik, der Sprachentwicklung, der Zahngesundheit und des Ernährungsverhaltens. Mangelnde Inanspruchnahme von Präventionsangeboten ... |
| 2 | Bewegung als Investition in Gesundheit: Das BIG-Projekt Die Zielgruppe „Frauen in schwierigen Lebenslagen“ ist nach den Ergebnissen des Bundesgesundheitsberichtes deutschlandweit am wenigsten sportlich aktiv. Sie hat daher erhöhte Risikofaktoren für chronisch-degenerative Erkrankungen. |
| 3 | Das Präventionsmodell der Stadt Saarlouis als Teil des lokalen Netzwerkes Saarlouis Der demografische Wandel sowie die zunehmende Anzahl von Personen in materiellen, sozialen oder gesundheitlichen Notlagen stellen Kommunen und Städte vor immer neue Herausforderungen. Nur durch Aktivitäten zur Förderung von Verteilungsgerechtigkeit und Unterstützung gesellschaftlicher Strukturen ble... |
| 4 | Eutiner Babynetz Die Zeit der Schwangerschaft und Geburt ist als lebenskritische Phase anfällig für verschiedene soziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen. Insbesondere bei sozial benachteiligten Familien kumulieren unterschiedliche Belastungsfaktoren. Die Palette der gesundheitsbezogenen Angebote vor Ort ist i... |
| 5 | Familienhebammen im Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) Barmbek-Süd In der Zeit rund um Schwangerschaft und Geburt benötigen Mütter und Väter Entlastung und Unterstützung – sozial benachteiligte Familien können jedoch seltener auf ein soziales Unterstützungsnetzwerk zurückgreifen. Hinzu kommt, dass sie reguläre Angebote der Gesundheitsförderung oder medizinischen Ve... |
| 6 | Familienhebammen in Sachsen-Anhalt Kinder aus sozial benachteiligten Familien weisen laut verschiedenen Studien (zum Beispiel Armutsbericht Sachsen-Anhalt, Gutachten „Primäre Prävention zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen“ Rosenbrock 2004) mehr gesundheitliche Belastungen auf als Kinder aus höheren s... |
| 7 | Frauengesundheit in Tenever Seit 1989 praktiziert der Frauengesundheitstreff Tenever (FGT) Gesundheitsförderung speziell für Frauen in einem sozialen Brennpunktgebiet. Der Bremer Ortsteil Tenever liegt im Benachteiligungsindex der Sozialindikatorendatei der Hansestadt Bremen an erster Stelle der benachteiligten Gebiete (Senato... |
| 8 | Gesund essen mit Freude Immer mehr Kinder leiden unter Übergewicht. Sozial benachteiligte Kinder, insbesondere auch Kinder mit türkischem Migrationshintergrund, sind in besonderem Maße hiervon betroffen. Ziel des Projekts ist es, Müttern – als wichtigen Schlüsselpersonen für die Gesundheit ihrer Familien – theoretische und... |
| 9 | Gesund Kurs halten in Lurup Das Projekt „Gesund Kurs halten in Lurup“, einem heterogenen Hamburger Stadtteil mit hohem Entwicklungsbedarf und schlechter sozialer Lage, soll frühere Aktivitäten zur Gesundheitsförderung verstetigen. Im Fokus stehen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Kindern, Jugendlichen und deren F... |
| 10 | Gesundheit jetzt – in sozialen Brennpunkten! Die sozio-ökonomische Lage und die Ausstattung mit finanziellen Ressourcen wirken sich auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus. Verschiedene Studien belegen, dass sozial benachteiligte Kinder ein erhöhtes vorgeburtliches Krankheitsrisiko aufweisen, dass sie signifikant häufiger unter bes... |
| 11 | Gesundheit und Miteinander ins Viertel! - Kultur, Beratung und Information für Frauen mit und ohne Behinderungen Frauen mit Behinderungen haben in bestimmten Lebensbereichen behinderungsbedingt häufig Probleme (zum Beispiel mangelnde Eingliederung in den Beruf, Armutsrisiko, erschwerter Zugang zu Einrichtungen, fehlende Kommunikation). Ziel des Projekts in Stuttgart ist es, eine größere Öffnung der vielfältige... |
| 12 | Gesundheitsfördernde Schule als Ganztagsangebot Das Handlungsforschungsprojekt „Gesundheitsfördernde Schule als Ganztagsangebot“ hat zum Ziel, die gesundheitlichen und psychosozialen Belastungen an Schulen (hier die Körnerplatzschule in Döbeln, Mittelschule) zu senken, sodass für alle beteiligten Gruppen (Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerin... |
| 13 | Gesundheitsförderung für MigrantInnen Hintergrund des Angebots ist u. a. die Feststellung, dass die eher präventiv orientierten Angebote von pro familia von bestimmten Migrantengruppen vergleichsweise wenig genutzt werden. |
| 14 | JUMP- Junge-Mütter-Projekt in Husum und Friedrichstadt Die Zahl der Schwangerschaften bei Minderjährigen nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich zu. In absoluten Zahlen handelt es sich zwar immer noch um ein quantitativ wenig spektakuläres Phänomen, dennoch werfen frühe Schwangerschaften für die Betroffenen eine Vielzahl von psychischen und sozialen ... |
| 15 | Kindertagesstätte Regenbogen Wilhelmshaven Die Kita Regenbogen liegt im sozial benachteiligten Stadtteil Fedderwardergroden der Stadt Wilhelmshaven und hat ihr Konzept an die besonderen Bedingungen des Umfelds und die Zielgruppe sozial benachteiligter Kinder und Eltern angepasst, um dort Defizite auszugleichen und Ressourcen zu fördern. Sie ... |
| 16 | Mehrgenerationenhaus München Das interkulturell ausgerichtete Mehrgenerationenhaus (MGH) befindet sich in einer Wohnanlage der gemeinnützigen Wohnstätten- und Siedlungsgesellschaft mit ca. 2000 Wohneinheiten in Einfachausstattung. Die BewohnerInnen der Sozialwohnungen sind meist minderverdienende, junge und kinderreiche Familie... |
| 17 | Miges - Migration und Gesundheit Im Projekt MIgrantinnenGESundheit (MIGES) arbeitet das Kreisgesundheitsamt Ludwigsburg mit dem Frauenseminar des Projekts Idel (Integration durch Elternbildung Ludwigsburg) und dem Internationalen Frauencafé (Integrationskurs) des Vereins Frauen für Frauen e.V. zusammen. Das Projekt ist im Ludwigsbu... |
| 18 | Mo.Ki – Monheim für Kinder Das Modellprojekt „Mo.Ki – Monheim für Kinder“ leistet durch effektive Vernetzung gezielte Präventionsarbeit. Mittlerweile hat Mo.Ki. den Projektstatus verlassen und ist seit 2005 fester Bestandteil der Monheimer Jugendhilfe und in Trägerschaft der Stadt. Ziel ist es, ein kommunales Gesamtkonzept zu... |
| 19 | Nachbarschaftsheim St. Pauli Die Bevölkerungsentwicklung ist in Deutschland wie auch in Hamburg rückläufig. Es wird daher immer notwendiger, die Zielgruppe der älteren Menschen in den Fokus von gesundheitsfördernden Maßnahmen und Interventionen zu stellen und den Nachbarschaftsgedanken bei der Gesundheitsförderung zu berücksich... |
| 20 | Präventionsprogramm Lenzgesund Kinder und Jugendliche, die in sozial benachteiligten Quartieren aufwachsen, haben signifikant geringere Chancen gesund zu sein bzw. dies zu bleiben oder zu werden. Die nachhaltige Verbesserung der Entwicklungschancen von kleinen Kindern steht daher im Mittelpunkt des Präventionsprogramms „Lenzgesun... |
| 21 | REGSAM REGSAM ist ein Projekt der Landeshauptstadt München und vernetzt Einrichtungen und Initiativen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit und Schule, städtische Referate, die politischen Entscheidungsgremien auf unterster kommunaler Ebene und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Es wird vom Sozialrefera... |
| 22 | Schulprogramm Fridtjof-Nansen-Schule In der Fridtjof-Nansen-Schule, im sozialen Brennpunkt Hannover-Vahrenheide, wird Gesundheitsförderung umfassend in den schulischen Alltag der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte integriert. Übergreifendes Ziel ist die Anbahnung von lebenslangem, gesundheitsförderlichem, eigenverantwortlichem L... |
| 23 | Schulpädagogische Sozialarbeit und Schuljugendarbeit an der Staatlichen Regelschule „Werner-Seelenbinder“ in Apolda Ausgangspunkt des Projekts ist die Wahrnehmung von Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen eines Jugendclubs in einem sozialen Brennpunkt Apoldas, einer Kleinstadt in Thüringen, dass die Schülerinnen und Schüler der Regelschule dieses Stadtgebietes verstärkt Probleme aus der Schule und dem Elternhaus mit... |
| 24 | Schutzengel e.V. Zahlreiche Familien und Alleinerziehende befinden sich in schwierigen sozialen Lagen. Damit verbunden sind Mehrfachbelastungen und Überforderungen, die sich negativ auf die Gesundheit der Kinder auswirken. Zielsetzung des Projekts ist es, durch spezielle niedrigschwellige und Frühbegleitung (zum Bei... |
| 25 | Sozialräumliche Angebote für Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf Viele junge oder werdende Eltern fühlen sich von den Herausforderungen, die die neue Lebenssituation mit sich bringt, überfordert und verunsichert. Da sie in der Erziehung ihrer Kinder häufig auf sich selbst gestellt sind, benötigen sie eine intensive Unterstützung zur Bewältigung ihrer neuen Aufgab... |
| 26 | Steps Die steigenden Zahlen früher Schwangerschaften, die Zunahme unterversorgter Säuglinge und Kleinkinder und die Problematik suchtkranker Eltern sind ein landesweites Problem und haben auch in Herford dazu geführt, sich dieser Situation mit spezifischen Projekten zu stellen. Die Stadt und der Kreis Her... |
| 27 | Stillförderprogramm für sozial Benachteiligte / sozial-medizinische Elternberatung Nach dem heutigen Erkenntnisstand ist Muttermilch die optimale Ernährung für Säuglinge. Stillen sorgt für eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind. Eine gesunde psychosoziale Entwicklung und Bindungsfähigkeit des Kindes wird damit gefördert. Unumstritten sind auch die Vorteile des Stillens für die... |
| 28 | Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten Der Oldenburger Stadtteil Bloherfelde/Eversten hat einen ca. 40 %igen Anteil von Familien, die vielfachen Risikofaktoren unterliegen. Zu den Benachteiligungen gehören eine untere soziale Lage, Migrationshintergrund und eine überdurchschnittlich hohe Kinderzahl. Das Zusammenleben von 27 Nationen im W... |
| 29 | Waldameisen In städtischen Bereichen haben Kinder durch Verbauung von Bewegungsräumen und Spielflächen oft unzureichende Bewegungsmöglichkeiten. Freie und naturbelassene Spielplätze zum selbstständigen Erkunden sind in der Regel kaum vorhanden. |
| 30 | "Mut tut gut!" - Stärkung der psychischen Gesundheit für erwerbslose Frauen Arbeitsplatzverlust und Langzeiterwerbslosigkeit gelten als Risikofaktoren für die Gesundheit und begünstigen vor allem psychische Erkrankungen (Paul, K., u.a. 2006). Besonders Frauen neigen aufgrund ihrer Sozialisation, ihres Rollenbildes und der individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingung... |