Diagnose
Hinsichtlich der Diagnostik und Therapieoptionen gibt es zahlreiche Ansätze. Weltweite Erfahrungen, Forschungs- und Studienergebnisse werden regelmäßig von führenden deutschsprachigen Spezialistinnen und Spezialisten auf ihre Verlässlichkeit hin überprüft und in der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Endometriose zusammengefasst.
Oft ist es jedoch auch bei komplexen Beschwerdebildern selbst für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte schwer, die chronischen Unterbauchschmerzen zu differenzieren. Mögliche psychosomatische Ansätze finden sich in der Leitlinie zur Behandlung des chronischen Unterbauchschmerzes.
Weitere Informationsquellen, Organisationen und Selbsthilfegruppen zum Thema Endometriose finden Sie im Frauengesundheitsportal gebündelt.
Bis zur Diagnosestellung vergehen auch in Deutschland im Mittel ca. 6 Jahre. Zu betonen bleibt, dass die Diagnose „Endometriose“ bei den betroffenen Frauen oft ein ambivalentes Gefühl von Erleichterung und Hilflosigkeit zugleich auslöst.
Über die körperlichen Symptome sowie die Einschnitte in Sexualität und Partnerschaft hinweg erleben viele Patientinnen in den Jahren vor (teilweise auch nach) der Diagnosestellung häufig Selbstwertprobleme.
Nach der Diagnose sind die Patientinnen auf der einen Seite erleichtert, weil sie endlich wissen, dass tatsächlich eine Erkrankung vorliegt und sie sich die Schmerzen nicht nur eingebildet haben (wie es manchmal heißt), auf der anderen Seite fühlen sich die Endometriosepatientinnen nach der Diagnose mit den Fragen zu dieser doch so vielschichtigen Erkrankung nicht selten allein gelassen.