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Selbsthilfe (und Beratung)

Gesundheitszentrum für Migrantinnen und Migranten (Stadt Köln)

Details

Kontakt

Gesundheitszentrum für Migrantinnen und Migranten
Schaafenstr. 7
50676 Köln
Telefon: 0221/4203980
Fax: 0221/42039855
E-Mail: gesundheitszentrum(at)paritaet-nrw.org

Kurzbeschreibung

Das Gesundheitszentrum wurde im Dezember 1995 als eine offene Beratungsstelle gegründet. Damals wurde festgestellt, dass Migranten in Köln im Gesundheitswesen weitgehend missachtet werden. Ein paar Migranten engagierten sich und wurden Motor einer Bewegung: Die Projektgruppe „Gesundheitsprobleme der MigrantInnen in Köln“ entstand im Rahmen des Gesundheitsforums der Stadt Köln. Eine Fachtagung stellte fest, dass die türkischen Einwanderer und die russischen Kontingentflüchtlinge in Köln unterversorgt waren. Das damals entstandene Gesundheitszentrum für MigrantInnen (GfM) ist bundesweit die einzige Einrichtung, wo Menschen moslemischen und jüdischen Glaubens gemeinsam beraten, begleitet und betreut werden. Inzwischen werden im Jahr über 6.000 telefonische Beratungen durchgeführt. Darüber hinaus haben sich weitere Schwerpunkte entwickelt:

Arbeitsschwerpunkte des Zentrums sind:

  • Beratung der Institute: Hier wurden Besprechungen mit deutschen und nichtdeutschen MitarbeiterInnen in den Kliniken, in sozialen Diensten, usw. durchgeführt.
  • Betroffenenberatung: Besonders hoch ist der Bedarf nach psychologischer Beratung. An zweiter Stelle kommen Erziehungs-, Partnerschafts- und andere Beratungen, an dritter Stelle medizinische Beratungen.
  • Prävention: Schwerpunkt der Präventionsarbeit sind die Informationsveranstaltungen in den Vereinen, Moscheen, Schulen, Frauengruppen. Im Jahr finden ca. 30 Veranstaltungen statt. Veranstaltungsthemen sind: Sucht und Drogen, psychische Entwicklungen der Kinder und Kindererziehung in der Familie, Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen, Gesundheitsreform und Selbstbeteiligung der PatientInnen, Pflegeversicherung, Fragen zum Gesundheitssystem, gesunde Ernährung, Herz- und Kreislauferkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Allergien und Hauterkrankungen, frauenspezifische Krankheiten, Depressionen, Stress und Stressbewältigungsstrategien, sexuelle Erziehung usw.
  • Selbsthilfe: Unter türkischen MigrantInnen ist das Konzept der Selbsthilfe eher unbekannt. Seit Dezember 2001 bietet die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) - initiiert durch das GfM - eine Beratung und Weitervermittlung von MigrantInnen an Selbsthilfegruppen in der Muttersprache Türkisch an.
  • Betreutes Wohnen: Das GfM übernimmt die ambulante Betreuung von psychisch behinderten Erwachsenen türkischer oder russischer Herkunft.
  • Fortbildung deutscher Fachkräfte: GfM bietet für die MitarbeiterInnen verschiedener Einrichtungen eine Fort- und Weiterbildung an, u. a. zu transkulturelle Diagnostik, familientherapeutische Ansätze in der Arbeit mit MigrantInnen, interkulturelle Öffnung der Gesundheitsdienste.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Die Arbeit des GfM wird vor allem in den türkisch- und deutschsprachigen Medien dargestellt, um potentielle Ratsuchende auf dieses Angebot hinzuweisen. GfM gibt regelmäßig mit der „AG Migration und Gesundheit für die Stadt Köln“ den „Kölner Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten“ heraus.
  • (nach der Selbstdarstellung des Zentrums 2004)

    (letzte Aktualisierung am: 16.08.2011)