Wenn sich jemand ganztags um einen Menschen mit Demenz kümmert, ist es wichtig, dass sie oder er eine Auszeit nehmen kann, beispielsweise durch eine Entlastungspflege. Dies reicht aber möglicherweise als Unterstützung nicht aus. Darüber hinaus gibt es für Angehörige und andere Betreuende weitere Angebote wie etwa Selbsthilfegruppen, Essen auf Rädern und Haushaltshilfen.
In der Gruppe der über 80-Jährigen erkrankt eine von 5 Personen an einer Demenz (20 %). Da viele von uns länger leben, heißt dies, dass die Zahl der Menschen mit einer Demenzerkrankung steigt. Das bedeutet auch, dass immer mehr Menschen zu wichtigen Betreuungspersonen eines demenzkranken Familienmitglieds oder engen Freundes werden. Die Zahl der Unterstützungsdienste und Gruppen für Menschen mit einer Demenzerkrankung und ihre Betreuerinnen und Betreuer nimmt ebenfalls zu.
Zu den Symptomen einer Demenz gehören Gedächtnisverlust und Persönlichkeitsänderungen. Mit einigen Veränderungen wird man leichter umgehen können als mit anderen, und nicht jede Veränderung wirkt sich dramatisch aus. Manche Veränderungen werden aber sehr schwer zu bewältigen sein. So ist ein demenzkranker Mensch möglicherweise nicht mehr in der Lage, mit Wut und Frustration umzugehen. Beispielsweise kann sie oder er plötzlich die Fassung verlieren - auch wenn so etwas früher nie vorgekommen ist. Zudem verschlimmert sich die Demenz im Laufe der Jahre. Für jemanden mit einer Demenzerkrankung zu sorgen, ist eine große Herausforderung. Sie kann ausgesprochen erfüllend, aber auch äußerst schmerzlich sein.
Wer sich um einen demenzkranken Menschen kümmert, ist in den Frühstadien der Krankheit mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert als in den späteren. Zu Beginn der Demenz können die Anpassungen für den Betroffenen und für seine Betreuungsperson gleichermaßen komplex sein. Mit der Zeit nimmt der Pflegebedarf jedoch zu. Menschen mit einer Demenzerkrankung verändern sich und erinnern sich irgendwann nicht mehr an die Person, die für sie sorgt. Sie benötigen unter Umständen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Die Belastung der Betreuungsperson nimmt dann stetig zu, bis sie die Situation am Ende vielleicht nicht mehr allein bewältigen kann.
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Zitiert nach: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
ISHEID 2012 - International Symposium HIV and Emerging Infectious Diseases
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