Untersuchungen der Hohenstein Institute
„Thirdhand smoke“ bezeichnet den Teil des Zigarettenrauchs, der weder vom Raucher selbst, noch von Passivrauchern eingeatmet wird, sondern sich an Oberflächen, Polstern, Teppichen, Vorhängen oder in der Kleidung ablagert. Dort konzentrieren sich die Schadstoffe aus den Zigaretten weit höher als in der verrauchten Luft und können dann, z. B. bei Kontakt mit der Haut, wieder freigesetzt werden. Tatsächlich werden nur ca. 30% des Rauches inhaliert. Die restlichen 70% verteilen sich in der Umgebung und bilden das Reservoir für den „Rauch aus dritter Hand“. Vor diesem Hintergrund haben sich Wissenschaftler des Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) an den Hohenstein Instituten mit der Frage beschäftigt, ob und in welchem Ausmaß durch „Thirdhand smoke“ in Kleidungsstücken haftende Schadstoffe die Gesundheit von Säuglingen beeinträchtigen können.
„Eltern sollten sich bewusst sein“, erklärt Prof. Dr. Dirk Höfer, Direktor des Instituts für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten, „dass ihre eigene Kleidung als
Überträger der Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch dienen kann.“ Die Hohenstein Wissenschaftler arbeiten derzeit intensiv an einer Lösung für dieses Problem.
Presseinformation zum Download: hier
Zitiert nach Presseinformation der Hohenstein Institute vom 22.09.2010
ISHEID 2012 - International Symposium HIV and Emerging Infectious Diseases
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