Frauen fühlen sich ungesünder als Männer
Frauen in Deutschland schätzen ihren Gesundheitszustand schlechter ein als Männer, obwohl sie sich besser um ihre Gesundheit kümmern. Das ergeben repräsentative Zahlen aus dem DKV-Report „Wie gesund lebt Deutschland?“, für den die DKV gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln 2.500 Menschen befragen ließ.
Bei den Männern erklärten 13 Prozent, ihr Gesundheitszustand sei „sehr gut“, bei den Frauen waren nur neun Prozent dieser Ansicht. Fünf Prozent der befragten Frauen hielten ihren Gesundheitszustand dagegen für „überhaupt nicht gut“ - bei den Männern waren es nur drei Prozent. Im Gegensatz dazu verhalten sich Frauen nach eigener Ansicht deutlich gesünder als Männer. 62 Prozent der Frauen sind der Meinung, sie lebten gesund. Unter den Männern glauben das von sich nur 52 Prozent.
Dass Männer sich selbst relativ gesund einschätzen und etwaige Gesundheitsprobleme weniger wahrnehmen als Frauen, ist keine Überraschung. „Bestimmt führen tradierte Rollenmuster wie Ein Indianer kennt keinen Schmerz’ dazu, dass Männer Arztbesuche länger als Frauen in die Zukunft verschieben“, erklärt der Arzt Dr. Wolfgang Reuter von der DKV. „Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass es Männern eher peinlich ist, über Krankheiten zu sprechen.“ Frauen gehen dagegen häufiger zum Arzt und wissen dann auch eher, was ihnen fehlt. Dr. Reuter appelliert an die Männer, gesundheitliche Probleme ernst zu nehmen und ihren Körper stärker zu beachten.
Zitiert nach DKV-Report
ISHEID 2012 - International Symposium HIV and Emerging Infectious Diseases
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