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23.08.2011
Nicht nur im Winter: Wie Sie ganzjährig Erkältungen vorbeugen

Merkblatt: Erkältung

Erkältungen sind ein alter Quälgeist der Menschheit. In der Regel sind sie harmlos und verschwinden innerhalb von einer Woche von selbst wieder. Trotzdem können Beschwerden wie Husten, Hals- oder Kopfschmerzen lästig werden. In diesem Merkblatt erfahren Sie, was Sie tun können, um Erkältungen vorzubeugen, und was hilft, wenn es Sie doch einmal erwischt hat.

Was ist eine Erkältung, und wie unterscheidet sie sich von einer Grippe?

Eine Erkältung ist eine Infektionskrankheit, die sich über mehrere Tage entwickelt und meist durch Viren hervorgerufen wird. Für gewöhnlich beginnt sie mit Kratzen im Hals oder Halsschmerzen. Innerhalb von ein paar Tagen können weitere Beschwerden auftreten, wie eine verstopfte oder laufende Nase, Niesen, Husten und Kopfschmerzen. Manchmal geht eine Erkältung auch mit leichtem Fieber und allgemeiner Mattigkeit einher.

Auch wenn man sich während einer Erkältung manchmal richtig krank fühlen kann, klingen die Beschwerden bei ansonsten gesunden Menschen gewöhnlich innerhalb einer Woche deutlich ab. Meist ist das Schlimmste bereits nach den ersten drei oder vier Tagen überstanden.

Erkältungen sind sehr häufig, insbesondere bei Kindern. Es ist keine Seltenheit, dass ein Kind sechs bis zehn Erkältungen pro Jahr aus der Schule, dem Hort oder Kindergarten mit nach Hause bringt. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann eine Erkältung auf das Ohr übergreifen und zu einer Mittelohrentzündung führen ("akute Otitis media"). Erwachsene bekommen im Durchschnitt zwei bis vier Erkältungen pro Jahr, meist im Winter.

Erkältungen werden von grundsätzlich anderen Virustypen verursacht als eine Grippe (Influenza). Eine Grippe verursacht normalerweise viel stärkere Beschwerden, doch es gibt auch leichte Verläufe, die mit einer schweren Erkältung verwechselt werden können. Ausführliche Informationen über die Grippe haben wir in unserem Spezial zusammengestellt.

Eine Grippe beginnt gewöhnlich recht plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen. Die Beschwerden kommen schneller, sind stärker und halten länger an als bei einer Erkältung.

Folgende Anzeichen geben Anlass, zur Ärztin oder zum Arzt zu gehen:

  •     Fieber (Körpertemperatur über 38 Grad Celsius)
  •     schwere oder sich verstärkende Symptome
  •     Auftreten von Schmerzen, vor allem in der Brust
  •     Luftnot und erschwerte Atmung
  •     Symptome, die nach etwa einer Woche nicht abklingen

Mehr Informationen finden Sie im Merkblatt

Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Zitiert nach www.gesundheitsinformation.de

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