Aktuelle Meldungen

20.04.2011
Jede zweite Raucherin muss damit rechnen, chronisch lungenkrank zu werden

Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) informiert

Frauen, die rauchen, sind noch stärker gefährdet als Männer, an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu erkranken. Davor warnen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) anlässlich des Jahreskongresses der DGP, der vom 7.-10.4. in Dresden stattfand.  „Wir  müssen uns darauf einstellen, dass in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten immer mehr Frauen an COPD erkranken, wobei sich ihre Anzahl gegenüber den männlichen Patienten sogar verdoppeln wird“, erläutert Prof. Tobias Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover. „Bisher waren hauptsächlich Männer von COPD betroffen und zwar im Vergleich zu Frauen zehnmal mehr unter den über 80-Jährigen. Da sich die Rauchgewohnheiten verändert haben und immer mehr Frauen rauchen, erkranken mittlerweile unter den 40- bis 49-Jährigen bereits ebenso viele Frauen wie Männer an COPD. Frauen sind nämlich nicht nur empfindlicher für diese Lungenerkrankung, sondern sie werden auch rund zehn Jahre früher chronisch lungenkrank als Männer. Bisher wurde angenommen, man müsse zwanzig bis dreißig Jahre regelmäßig geraucht haben, bevor sich eine chronische Lungenerkrankung wie die COPD entwickelt. Diese Latenz fällt - wie sich mittlerweile abzeichnet - bei Frauen aber viel kürzer aus! Im Durchschnitt erkranken derzeit sieben Prozent der über 40-jährigen Raucher - also jeder vierzehnte - an einer COPD. Davon sind allerdings 50 Prozent der Frauen gegenüber 30-50 Prozent der Männer betroffen. Das heißt: Jede zweite chronische Raucherin muss grundsätzlich damit rechen, eine unheilbare, chronisch fortschreitende COPD zu bekommen.“

Mehr Informationen zum Thema COPD-Erkrankungen: hier

Zitiert nach www.lungenaerzte-im-netz.de/...

zurück zur Übersicht

Aktuelle Termine

22.05.2012 - 23.05.2012
Fachtagung | Bonn

Lebensphase Alter gestalten - Gesund und aktiv älter werden


23.05.2012 - 25.05.2012
Fachkonferenz | Marseille/Frankreich

ISHEID 2012 - International Symposium HIV and Emerging Infectious Diseases

Logo der Veranstaltung

Seitenbeginn

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / Ostmerheimer Str. 220 / 51109 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300
E-Mail: poststelle@bzga.de / E-Mail für Bestellungen von Medien und Materialien: order@bzga.de

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.