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17.10.2011
Facebook zeigt Alkoholprobleme von Studenten auf

Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook verraten häufig mehr über sich als sie ahnen. Bilder von einer feucht-fröhlichen Feier, das Protzen mit den Promille-Erfahrungen, aber auch die Erwähnung, den Abend aus Langeweile mit einem alkoholischen Getränk relaxt zu haben, machen Experten hellhörig.

Megan Moreno von der Universität von Wisconsin in Madison kann jetzt zeigen, dass die Facebook-Einträge tatsächlich häufig auf einen problematischen Alkoholkonsum hinweisen. Die Forscherin hatte Zugriff auf zwei große Facebook-Freundeskreise von US-Studenten.

Sie unterteilte die 224 Teilnehmer in drei Kategorien: Solche, die weder in Text noch Hinweis auf ihren Alkoholkonsum hinwiesen; solche, die alkoholische Getränke erwähnten; solche, die mehr als einmal über Intoxikationen berichteten.

Für Jugendliche haben sich hier die CRAFFT-Kriterien der Problemtrinkens bewährt: C steht für „car“ (Autofahren in betrunkenem Zustand), R für „relax“ (Trinken, um sich zu entspannen), A für „alone“ (Trinken ohne Gesellschaft), F für „forget“ (Trinken bis zum Black out), F für „friends/family“ (die einem schon einmal auf das problematische Trinken angesprochen haben). T für „trouble“ (Ärger mit der Polizei und anderen Ordnungshütern).

Jeder sechste US-Student verriet auf diese Weise seinen problematischen Alkoholkonsum und die telefonische Befragung mit dem 10-Punkte-AUDIT-Fragebogen, einem etablierten Screening-Instrument, bestätigte, dass jeder zweite tatsächlich ein Alkoholproblem hatte. Jeder vierte gab auf Befragen an, in Verbindung mit dem Alkoholkonsum schon einmal Verletzungen erlitten zu haben.

Moreno sieht in der Analyse eine Möglichkeit, um Studenten mit problematischem Alkoholkonsum Hilfsangebote unterbreiten zu können (ob sie angenommen werden, wäre noch zu untersuchen). Vorstellbar wären jedoch auch für den Facebook-Nutzer weniger günstige Auswirkungen, beispielsweise bei der späteren Suche nach einem Arbeitsplatz.

Zitiert nach www.aerzteblatt.de

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