MINNEAPOLIS (ob). Zu diesem Ergebnis gelangt jedenfalls ein amerikanisch-australisches Forscherteam in der bislang umfangreichsten Analyse zur Frage geschlechtsspezifischer Schädigungen durch Rauchen (The Lancet 2011; online 11. August).
Die Wissenschaftler Rachel Huxley und Mark Woodward haben zunächst 86 prospektive Studien mit Daten zu insgesamt knapp 4 Millionen Personen und 67.000 KHK-Ereignissen wie Myokardinfarkt unter die Lupe genommen.
In die eigentliche Auswertung gingen dann die Daten von 2,4 Millionen Studienteilnehmern mit mehr als 44.000 Koronarereignissen ein.
Bei ihnen war die Assoziation von Rauchen und KHK nach statistischer Berichtigung für andere koronare Risikofaktoren außer KHK untersucht worden.
Rauchstopp-Kampagnen besonders für Frauen
Auf Basis der gepoolten Daten stellten die Wissenschaftler fest: Bei Raucherinnen war das relative Risiko, eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln, um 25 Prozent höher als bei Männern.
Auf die Frage nach den Ursachen für diesen geschlechtsspezifischen Unterschied im koronaren Risiko haben die Wissenschaftler bisher keine eindeutige Antwort. Ob dabei biologische Besonderheiten oder Unterschiede im Rauchverhalten von Bedeutung sind, ist unklar.
Ungeachtet dessen empfehlen sie dringend, bei Anti-Raucher-Kampagnen insbesondere die weiblichen Rauchen ins Visier zu nehmen. Schließlich wachse in vielen Ländern der Anteil gerade der jungen Frauen, die zur Zigarette greifen.
Zitiert nach Ärzte Zeitung online. vom 11.08.2011
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