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09.03.2011
Erhöhtes Brustkrebsrisiko durch aktives und passives Rauchen

Auch Passivrauchen stellt sich in einer Studie bei Frauen nach der Menopause als Risikofaktor für Brustkrebs heraus

Raucherinnen haben nach der Menopause ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Doch nicht nur das: In einer Studie in der Fachzeitschrift British Medical Journal wiesen Wissenschaftler nach, dass das Brustkrebsrisiko nach den Wechseljahren auch durch passives Rauchen steigt. Dies steht im Einklang mit den Ergebnissen früherer Untersuchungen.

Die aktuelle Studie wurde mit fast 80.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren in den USA durchgeführt. Mehr als 3.500 von ihnen erkrankten im Laufe der Studienzeit an Brustkrebs. Aktive Raucherinnen, die viel und bereits seit langer Zeit rauchten, erkrankten im Vergleich zu Nichtraucherinnen häufiger an Brustkrebs. Als besonders ungünstig stellte sich auch der Beginn des Rauchens in einem noch jungen Alter unter 15 Jahren heraus. Bei ehemaligen Raucherinnen hielt das erhöhte Risiko bis zu 20 Jahre nach dem Aufgeben des Rauchens an.

Auch passives Rauchen führte zu einem gesteigerten Brustkrebsrisiko. Dabei spielte die Dauer des Mitrauchens eine Rolle. Gefährdet waren demnach Frauen, die in ihrer Kindheit mindestens 10 Jahre lang Passivrauch ausgesetzt waren oder als Erwachsene mindestens 20 Jahre im Privathaushalt oder mindestens 10 Jahre im Arbeitsumfeld mitgeraucht hatten. Dies steigerte ihr Brustkrebsrisiko gegenüber nicht passiv rauchenden Nichtraucherinnen um knapp ein Drittel.

Nach Ansicht der Studienautoren seien künftig weitere Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen dem Lebensalter und dem erhöhten Brustkrebsrisiko bei aktiven und passiven Raucherinnen notwendig, um die biologischen Hintergründe besser zu verstehen.

Zitiert nach Meldung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) vom 08.03.2011

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