Frauen, die passiv rauchen, haben ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Sie entwickeln offenbar bis zu dreifach häufiger ein Mammakarzinom als diejenigen, die sich nicht unter Rauchern befinden.
Das berichten Wissenschaftler des National Institute of Public Health in Mexico City nach einer Studie mit mexikanischen Frauen. Ihre Arbeit publizierten die Autoren in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspective (doi: 10.1289/ehp.0901091) und präsentierten die Ergebnisse auf einer Konferenz der American Association for Cancer Research.
Dass aktive Raucherinnen eher Brustkrebs bekommen als ihre nicht rauchenden Altersgenossinnen ist den Autoren zufolge schon länger bekannt. Jedoch gebe es bislang noch keine Klarheit bezüglich der Verbindung von Passivrauchen und Brustkrebshäufigkeit. Dieser Frage haben sie ihre Studie gewidmet.
Laut Recherchen der Wissenschaftler sind mehr als sechs Millionen mexikanische Frauen zwischen zwölf und 65 Jahren, die selber nicht rauchen, dem Tabakrauch aus der Umgebung ausgesetzt und rauchen damit passiv. An den Grenzen zu den Vereinigten Staaten liegt diese Zahl sogar noch höher.
Die Autoren der Studie unter der Leitung von Lizbeth López-Carrillo analysierten ein Kollektiv von 504 Frauen, die in einem Staat an der Grenze zu den USA wohnten und bei denen Brustkrebs diagnostiziert worden war. Als Vergleichsgruppe diente eine gleiche Anzahl an gesunden Frauen im gleichen Alter.
Durch Interviews mit den Teilnehmern der Studie fragten die Forscher nach Lebensgewohnheiten, Aufenthalten und beruflichem wie privatem Umfeld, um Aussagen über Passivrauch machen zu können.
Es zeigte sich, dass Frauen, die passiv rauchten, dreimal häufiger an Brustkrebs erkrankten als ihre in rauchfreier Umgebung lebenden Altersgenossinnen. Der Zusammenhang zwischen Passivrauch und Brustkrebs blieb dabei unabhängig vom menopausalen Zustand.
Mehr zum Thema: Abstract der Studie
Zitiert nach Pressemitteilung aerzteblatt.de vom 05.10.2010
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