Preisverleihung der Gewinner von 2010 und die Ausschreibung 2011
Man(n) ist besonders. Frau aber auch.
Preisverleihung des BKK Innovationspreises ’Männergesundheit - Frauengesundheit’
Der bundesrepublikanische Medizinbetrieb schenkt dem kleinen Unterschied zu wenig Beachtung. Zu diesem Schluss kommen die diesjährigen Gewinner des BKK Innovationspreises "Männergesundheit - Frauengesundheit". Die ausgezeichneten Jungakademiker/innen empfehlen unisono: Wir brauchen exklusiv auf die Geschlechter zugeschnittene Versorgungen und Therapien.
Preisträger
1. Preis: "Männer und Depression"
Die Soziologin Lena Hünefeld (RWTH Aachen University) rückt "Die männliche Geschlechtsidentität und die damit verknüpften gesellschaftlichen Erwartungen als Verzerrungsfaktor in Depressionsprävalenzraten" in den Mittelpunkt ihrer Magisterarbeit. Sie bestreitet, dass Depressionen ein typisches Frauenproblem sind. Psychotherapeuten hätten vielmehr die Erfahrung gemacht, dass Männer kaum minder gefährliche Stimmungsschwankungen haben. Allerdings: Sie verheimlichen ihre Gemütsverfassungen sehr viel ehrgeiziger als die Frauen.
2. Preis: "Genderaspekte in der Gesundheitskommunikation"
"Defizitäres Gesundheitsverhalten" der Männer infolge unterdurchschnittlicher Bereitschaft sich "gesundheitsförderlich zu verhalten" sind auch für Gabriele Klärs (Universität Bielefeld) unbestritten. Und aus dieser Erkenntnis leitet sie einen Ansatz für "gendersensible Gesundheitsberatung" ab. Ihre Bachelorarbeit analysiert "geschlechtsspezisches Gesundheits- und Krankheitshandeln", um hierauf mit angemessenen Beratungs- und Betreuungsinhalten bzw. -methoden zu reagieren. Wer Mann oder Frau mit "Gesundheitskommunikation" nachhaltig erreichen möchte, muss sich besonderer, geschlechtsspezifischer "Zugänge" bedienen. Empowerment ist Teil dieser Strategie. Frauen werden hierdurch ermutigt, sich nicht mit Aufstellung in der zweiten Reihe zu begnügen. Frauen müssen sich emanzipieren, Kraft und Stärke als persönliches Potenzial zu vermarkten. Sie sollten Ehrgeiz entwickeln, sich als Handelnde durchaus in den Mittelpunkt zu stellen. Männern hingegen ist Zurückhaltung zu empfehlen. Sie sollten stattdessen das "Gefühlsspektrum" erweitern, Emotionen zulassen und "Komplexitätsreduktion" bis hin zur "Problembagatellisierung" als Selbstschutz trainieren.
3. Preis: "Gesundheitliche Ungleichheit"
Der einzige männliche Preisträger: Gesundheitswissenschaftler Jens Hoebel (Universität Bremen) konfrontiert mit Fakten: Seine Bachelorarbeit widmet sich den geschlechtsspezifischen Symptomatiken des "akuten Myokardinfarkt (Herzinfarkt)" und macht plausibel: Frühzeitige Diagnose ist entscheidend für den Erfolg aller notwendigen Akut- und Anschlussbehandlungen. Hierbei berücksichtigt der Jungakademiker die geschlechtsspezifischen Chancen zu autonomem Handeln. Ihn interessiert: Wirken sich Einkommen, Bildung und berufliche Stellung auf die Gesundheit aus? Resultieren aus geschlechtsspezifischen sozialen Chancen am Ende gar geschlechtsspezifische gesundheitliche Risiken? Die Beantwortung derartiger Fragen hat wissenschaftliche Tradition und stellt auch in diesem Falle heraus: "Die Untersuchung des Zusammenhangs von sozialer Ungleichheit und Gesundheit hat gezeigt, dass die gesellschaftliche Stellung von wesentlicher Bedeutung für die Morbiditäts- und Mortalitätsrisiken von Männern und Frauen ist."
Mehr Informationen zur Preisverleihung des BKK Innovationspreises ’Männergesundheit - Frauengesundheit’ erfahren Sie unter www.bkk-hessen.de....
Die Ausschreibung für das Wintersemester 2010 und das Sommersemester 2011 lautet: "Gesundheit in der Kostenfalle". Der Vorstandsvorsitzende des BKK Landesverbands Hessen, Jürgen Thiesen, ermutigt zur Reflektion der Dynamik steigender Kosten einerseits sowie der Erwartung bestmöglicher Versorgung andererseits.
Detaillierte Informationen zur aktuellen Ausschreibung sowie zu Teilnahmebedingungen und Fristen erfahren Sie unter www.bkk-innovationspreis.de....
Zitiert nach Presseservice 2011 des BKK Landesverband Hessen
ISHEID 2012 - International Symposium HIV and Emerging Infectious Diseases
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