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05.12.2011
Mit jedem Glas Alkohol steigt das Krebsrisiko

Viele Krebsfälle sind durch weniger Alkohol vermeidbar

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) weist mit Nachdruck darauf hin, dass Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol  und Frauen nicht mehr als 10 Gramm Alkohol pro Tag aufnehmen sollten. 10 Gramm Alkohol stecken in 1 „Drink“, zum Beispiel 1 Glas Bier, Wein oder Schnaps. Würde diese Menge nicht überschritten, wären zahlreiche Krebsfälle vermeidbar. Bei Männern könnten 90 Prozent und bei Frauen 50 Prozent der alkoholbedingten Krebskrankheiten und Krebstodesfälle verhindert werden. Das sind etwa 720 000 Krankheitsfälle und 430 000 Todesfälle weltweit. Zur Krebsprävention ist es also am besten gar keinen Alkohol zu trinken.

Dieses Fazit ziehen die Autoren einer aktuellen Übersichtsarbeit.1 Sie fassten Ergebnisse von Meta-Analysen zu den Krebskrankheiten zusammen, für die Alkohol als Risikofaktor gilt. Im Vergleich  um Verzicht oder zu gelegentlichem Trinken ist starkes Trinken mit einem besonders hohen Risiko für  Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs verbunden: Täglich 4 oder mehr Drinks erhöhen das Risiko  um 400 Prozent. Das Risiko für Kehlkopfkrebs ist etwa um 150 Prozent, das für Dickdarm- und  Brustkrebs um 50 Prozent und für Bauchspeicheldrüsenkrebs um 20 Prozent erhöht. Auch bei geringem  Alkoholkonsum von 1 Drink pro Tag ist das Risiko für bestimmte Krebskrankheiten erhöht, und zwar um 20 bis 30 Prozent für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs. Das Risiko für Leberkrebs ist
ebenfalls erhöht.
Bei allen untersuchten Krebslokalisationen besteht eine Dosis-Wirkungsbeziehung:
Je mehr getrunken wird, desto höher steigt das Risiko. Das Brustkrebsrisiko beispielsweise steigt pro 10 Gramm Alkohol pro Tag um jeweils 7 Prozent.

Zitiert nach Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung vom 29.11.2011.

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