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02.02.2011
Auf einen Blick: Mit Geburtsschmerzen umgehen

Ein Kind zu bekommen, zählt zu den bedeutendsten Ereignissen im Leben. Dass eine Geburt mit starken Schmerzen verbunden sein kann und mitunter einen langen Atem erfordert, ist allerdings kein Geheimnis. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten und mit den Schmerzen umzugehen. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick darüber, was die Frau selbst tun kann und welche Möglichkeiten und Medikamente zur Schmerzlinderung es gibt. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Aspekten finden Sie hier.

Die Geburt

Wenn Frauen noch kein Kind geboren haben, sind sie vor der Geburt häufig unsicher: Wie stark werden die Wehen sein? Was kann ich tun, um sie zu bewältigen? Was während einer Geburt passiert, lässt sich nicht planen. Viele Frauen und ihre Partner stellen fest, dass es ganz anders ablief, als sie es sich vorher vorgestellt haben. Es hilft trotzdem vielen, sich vorab zu überlegen, welche Möglichkeiten zur Schmerzlinderung für sie selbst infrage kommen.

Umgang mit Schmerzen

Während der Geburt ist es entscheidend, jemanden um sich zu haben, die oder der die Frau ermutigt und es ihr so bequem wie möglich macht. Die Forschung hat sogar gezeigt, dass eine kontinuierliche Unterstützung die Dauer der Geburt etwas verkürzen und auch die Wahrscheinlichkeit senken kann, dass eine Frau schmerzlindernde Mittel braucht.

Es gibt traditionelle Mittel, die Frauen schon immer anwendeten, um die Geburt zu erleichtern. Dazu gehören:

  • die Körperposition zu wechseln, um die angenehmste Lage zu finden,
  • umherzugehen - Gehen und Bewegen können den Ablauf der Geburt erleichtern,
  • kalte oder warme Packungen anzuwenden,
  • sich den Rücken oder die Füße massieren zu lassen,
  • bewusst zu atmen,
  • in die Badewanne, Dusche oder einen Whirlpool zu gehen.

Alle diese Möglichkeiten sind in der Regel unbedenklich und können tatsächlich sogar bei starken Schmerzen helfen.

Alternative Methoden

Einige Frauen, die gern auf Medikamente zur Schmerzlinderung verzichten würden, probieren alternative Methoden aus, um Geburtsschmerzen zu lindern. Darunter fallen unter anderem Methoden aus der Alternativmedizin (Komplementärmedizin) wie Akupunktur, Hypnose, Aromatherapie, Entspannungstechniken, Homöopathie oder bestimmte Massagen. Die meisten Methoden sind nicht ausreichend erforscht. Lediglich für die Akupunktur und die Hypnose liegen einige wenige Studien vor, die darauf hinweisen, dass manche Frauen davon profitieren könnten. Mehr zur Forschung zu den einzelnen Methoden können Sie hier nachlesen.

Schmerzlinderung mit Medikamenten

Es stehen verschiedene Medikamente zur Schmerzlinderung zur Verfügung. Die Bandbreite reicht von krampflösenden Mitteln zur Einnahme über Injektionen stärkerer Medikamente bis zur regionalen Betäubung. Sogenannte systemische Medikamente wirken auf den ganzen Körper der Frau. Mehr zur Wirkungsweise und den Vor- und Nachteilen dieser Mittel können Sie hier lesen.

Die häufigste Form der medikamentösen Schmerzlinderung während der Geburt in der Klinik ist in Deutschland die Periduralanästhesie (PDA; auch Epiduralanästhesie genannt). Meist wird dazu eine Mischung von Medikamenten eingesetzt, um die Weiterleitung des Schmerzes im Rückenmark gezielt zu unterbinden. Die Medikamente werden am häufigsten in die Lendenwirbelsäule gespritzt, und zwar in den Epiduralraum, der das Rückenmark umgibt. Die meisten Frauen spüren damit gar keine Schmerzen mehr. Bei Bedarf kann eine PDA auch zur Narkose für einen Kaiserschnitt verwendet werden.

Die unerwünschten Wirkungen der PDA können je nach Medikament unterschiedlich sein. Mehr zu den Vor- und Nachteilen einer Periduralanästhesie erfahren Sie hier.

Schmerzlinderung bei einem Kaiserschnitt

Ein Kaiserschnitt erfolgt unter Teil- oder Vollnarkose. Eine Vollnarkose wird in Notfallsituationen eingesetzt und wenn Gesundheitsprobleme der Frau einer Teilnarkose (Regionalanästhesie) im Wege stehen. Eine Teilnarkose mit einer PDA ist für das Kind in etwa so sicher wie eine Vollnarkose. Für die Frau kann die Art der Narkose jedoch eventuell von Bedeutung sein, da bei einer Teilnarkose andere Nebenwirkungen auftreten können als bei einer Vollnarkose. Schwerwiegende Komplikationen sind jedoch bei beiden Formen selten. Mehr zu den Vor- und Nachteilen der Narkosearten bei einem Kaiserschnitt können Sie hier lesen.  

Unterstützung durch den Partner

Frauen kann es während der Geburt sehr helfen, wenn sie während der ganzen Zeit von ihrem Partner (oder einer anderen Begleitperson) emotional und praktisch unterstützt werden. Wichtig ist es, der Frau immer wieder Mut zu machen und sie zu bestärken. Kleine Aufmerksamkeiten wie eine Massage können die Geburt für sie viel angenehmer machen. Eventuell braucht sie auch Unterstützung dabei, sich an die Hebamme, die Ärztin oder den Arzt zu wenden und Informationen zu bekommen.

Nicht in jedem Krankenhaus ist es für den Partner möglich, den gesamten Ablauf der Geburt zu begleiten. Es kann helfen, diese Möglichkeit vorab mit dem Personal zu klären, um Überraschungen zu vermeiden.

Ebenso ist es wichtig, vorab zu besprechen, was in einem Notfall zu tun wäre. Es könnte sein, dass Sie als Partner einige Entscheidungen treffen müssen, vor allem wenn die Frau für einen Kaiserschnitt unter Vollnarkose steht. Geburtsvorbereitungskurse werden für Frauen alleine und für Paare gemeinsam angeboten - dort wird vieles vermittelt, was beiden Partnern beim Umgang mit den Herausforderungen vor, während und nach einer Geburt helfen kann.

Mehr Informationen zum Thema "Umgang mit Geburtsschmerzen" erfahren Sie in einem speziellen Merkblatt.

Zitiert nach gesundheitsinformation.de

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