Kleinkinder essen zu viel Süßes und trinken zu wenig
Kinder im Alter von 1-3 Jahren essen zu wenig Getreideprodukte und Gemüse, aber zu viel Fleisch und Süßigkeiten und trinken nicht genug. So lautet ein Fazit der GRETA-Studie (German Representative Study of Toddler Alimentation), die das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) mit Förderung durch Nestlé Deutschland durchgeführt hat. Für die Untersuchung wurden 525 Haushalte mit Kindern im Alter von 10-36 Monaten zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Das Resultat: Kleinkinder essen zu viele tierische Lebensmittel wie Fleisch und Wurst, aber zu wenig Gemüse und Getreideprodukte. Besonders Vollkornwaren stehen zu selten auf dem Speiseplan. Auch die Flüssigkeitszufuhr ist zu gering: Statt 0,6-0,7 l trinken die Kinder nur durchschnittlich 0,4 l täglich. Der Verzehr von Süßigkeiten ist mit rund 50 g statt 25-30 g pro Tag bereits ab dem 19. Lebensmonat zu hoch. Kleinkinder haben, bezogen auf ihr Körpergewicht, einen höheren Nährstoffbedarf als Erwachsene, der - wie die Studie zeigt - mit ihrer Ernährungsweise nicht gedeckt wird. So nehmen die jungen Probanden zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf, die etwa in Meeresfisch, Rapsöl und Nüssen enthalten sind. Auch die Zufuhr von Eisen, Jod, Vitamin D und Folsäure ist nicht ausreichend. Stattdessen enthält die Kost zu viel Zucker und Eiweiß - ein Risikofaktor für Übergewicht.
Heike Kreutz, aid
Quelle: Nestlé Deutschland, Pressemeldung vom Mai 2011
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