Techniker Krankenkasse informiert
Den Schadstoffen von 2.000 Zigaretten ist das ungeborene Baby im Mutterleib einer schwangeren Raucherin in Bayern bis zu seiner Geburt ausgesetzt. Sieben bis acht Zigaretten täglich muss das Baby schon mitqualmen, bevor es seinen ersten eigenen Atemzug getan hat, berichtet die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse (TK). Jede sechzehnte bayerische Schwangere kann nicht vom Tabak lassen, obwohl es ihrem Ungeborenen erheblich schadet.
Christian Bredl, Chef der TK in Bayern, ist besorgt: "Überproportional viele Raucherinnen entbinden in Belegkrankenhäusern mit weniger als 500 Geburten pro Jahr. Das sind diejenigen Krankenhäuser mit der wenigsten Erfahrung, wenn es um die Versorgung von Neugeborenen mit hohem Risiko geht." Und ein solches Risiko besteht: Wer schwanger ist und trotzdem raucht, riskiert eine Früh- oder Fehlgeburt. Zudem wiegen die Babys im Durchschnitt 200 bis 250 Gramm weniger als Neugeborene von Nichtraucherinnen. Auch nach ihrer Geburt bleiben die Kinder einem höheren Risiko ausgesetzt: Die Gefahr, am plötzlichen Kindstod zu sterben, ist für sie doppelt so hoch.
Christian Bredl appelliert deshalb an alle betroffenen Frauen, zu Beginn der Schwangerschaft das Rauchen aufzugeben, "denn es gibt fast kein menschliches Organ, das nicht durch das Rauchen geschädigt wird".
Die TK bezieht sich auf Daten der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung (BAQ), angegliedert an die Bayerische Krankenhausgesellschaft e. V. in München.
Zitiert nach Pressemitteilung der TK - Landesvertretung Bayern vom 21.01.2011
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