HIV / AIDS

HIV / AIDS
Frauengesundheit HIV und AIDS - Junge Menschen mit Aidsschleifen

Die Abkürzung HIV steht für „Human Immunodeficiency Virus“, was übersetzt „Menschliches Immunschwäche-Virus“ bedeutet. Wenn HI-Viren in den Körper eindringen, bricht nach einer Weile das Immunsystem zusammen, was zum Krankheitsbild AIDS (Acquired Immudeficiency Syndrom = Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) führt. Wie viel Zeit zwischen der HIV-Infektion und dem Ausbruch von AIDS vergeht, kann sehr unterschiedlich sein. Moderne Medikamente schaffen es, die HI-Viren lange in Schach zu halten. Doch völlig aus dem Körper entfernen lässt sich das Virus nicht: HIV und AIDS sind noch immer unheilbar.

Weltweit tragen etwa genauso viele Frauen das HI-Virus in sich wie Männer. Das AIDS-Programm der Vereinten Nationen UNAIDS zählt für Ende 2015 weltweit fast 37 Millionen HIV-infizierte Frauen, Männer und Kinder. In Deutschland lebten Ende 2015 etwa 15.200 Frauen, 69.500 Männer mit HIV oder Aids. Knapp zwei Drittel (69%) der HIV-Infizierten sind Männer, die Sex mit Männern haben. In 2015 haben 500 Frauen von ihrer HIV-Infektion erfahren.

Mehr zum Thema...

Was finden Sie im Frauengesundheitsportal zum Thema HIV/AIDS?

Ziel des Frauengesundheitsportals ist es, Informationen zum Thema „HIV/AIDS“ zu sammeln und sowohl Fachleuten als auch interessierten Laien und Betroffenen zugänglich zu machen.

  • Übergreifende Informationen und Materialien: Wer ganz Allgemeines und Grundsätzliches zu HIV und AIDS aus weiblicher Sicht sucht, wird hier fündig. Das Verzeichnis listet Politisches auf, wie den Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von HIV und AIDS. Aber auch Grundlegendes und Philosophisches zu Gender-Fragen und weiblicher Sexualität findet sich hier.
     
  • Leben ohne HIV (Schutz, Vorbeugung, Primärprävention): Hier gibt es Informationen, die dem Schutz vor einer HIV-Infektion dienen. Dazu gehören vor allem die verschiedenen Aufklärungsmaterialien, zum Beispiel von BZgA und AIDS-Hilfen. Außerdem stehen hier wichtige Informationen rund um den HIV-Test.
     
  • Leben mit HIV: Zum psychosozialen Bereich gehören Informationen über das Leben mit HIV, über Selbsthilfe-Projekte und über Beratungs- und Bildungs-Angebote. Außerdem wird über sozialwissenschaftliche Forschung zum Leben mit HIV informiert. Der Bereich Medizinisches widmet sich der medizinischen Forschung und der Behandlung von HIV- und begleitenden Informationen. Hier finden sich auch Informationen über Nebenwirkungen der Therapie. Außerdem informiert dieser Abschnitt über alternative medizinische Ansätze für Frauen mit HIV. Wer sich über Schwangerschaft und Kinderwunsch bei HIV informieren will, findet ebenfalls weiterführende Informationen und Hinweise auf entsprechendes Material. HIV in der Familie bietet Informationen für Frauen, in deren Familie oder Partnerschaft HIV eine Rolle spielt. Auch wenn es um die Pflege von Angehörigen mit HIV oder das Leben mit HIV-positiven Kindern geht, findet sich hier Weiterführendes.
     
  • Migration: Migration ist ein wichtiges Thema für HIV aus weiblicher Sicht. Deshalb sind in diesem Abschnitt HIV-bezogene Informationen zu Migration und für Migrantinnen zusammengestellt.
     
  • Prostitution: In der Sexarbeit spielt der Schutz der Gesundheit und vor HIV eine besondere Rolle. Dieser Abschnitt bietet hilfreiche Informationen, Adressen von Beratungsstellen und weiterführende Literatur.

Innerhalb des Themas HIV/AIDS  finden Sie Organisationen, Informationen/Materialien/Broschüren, Fachpublikationen/Daten und Rechtliche Grundlagen übergreifend dargestellt.

Über das Portal sind die zentralen Organisationen, die sich der Forschung, Prävention, Beratung und der Information Betroffener widmen, zugänglich. Die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG) mit der frauenspezifischen Sektion ALL AROUND WOMEN special (AAWS) und das Kompetenznetz HIV gehört ebenso dazu wie die Deutsche AIDS-Stiftung und die Deutsche AIDS-Hilfe, über deren Homepage auch die Adressen der Landesverbände, der örtlichen AIDS-Hilfen und der Netzwerke zu finden sind. Insbesondere die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und AIDS NRW, die bei der AIDS-Hilfe NRW angesiedelt ist, pflegt einen eigenen Infopool zu Frauen und AIDS.

Speziell für Frauen mit Interesse an HIV/AIDS und Selbsthilfe arbeitet das bundesweite Netzwerk Frauen und AIDS. Heterosexuelle Frauen mit HIV können sich auch an die Selbsthilfe-Gruppe "PositHiv & Hetero" wenden.

Über den Hauptauftritt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung lässt sich ein Verzeichnis der AIDS-Beratungsstellen in Deutschland aufrufen.weniger

Meldungen zum Thema

01.06.2017

Bundestag berät Gesetz "Blut- und Gewebezubereitungen" in 2./3. Lesung

Logo Bundesgesundheitsministerium

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Dauerhafte Hilfe für Menschen, die in den 80er Jahren durch Blutprodukte mit HIV angesteckt wurden" / "Weiterer Hebel, um Missbrauch in der Pflege zu verhindern"

Der Deutsche Bundestag wird sich heute in 2./3. Lesung mit dem Gesetz zur Fortschreibung der Vorschriften für Blut- und Gewebezubereitungen und zur Änderung anderer Vorschriften befassen. Der Gesetzentwurf bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Das Gesetz wird voraussichtlich im August 2017 in Kraft treten.

22.05.2017

HIV-Schutzverhalten so hoch wie noch nie

Logo Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

BZgA: Neue Motivstaffel der Kampagne LIEBESLEBEN

91 Prozent der über 16-Jährigen mit mehr als einem Sexualpartner oder einer Sexualpartnerin in den letzten 12 Monaten geben an, immer, häufig oder gelegentlich Kondome zu benutzen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Repräsentativbefragung „AIDS im öffentlichen Bewusstsein“, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit 1988 in regelmäßigen Abständen durchführt. Damals lag der Wert bei 54 Prozent, im Jahr 2000 bei 79 Prozent. Für die Repräsentativerhebung der BZgA wurden bundesweit 3.000 Menschen ab 16 Jahren im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 befragt.

19.05.2017

Lebenserwartung HIV-Infizierter um zehn Jahre gestiegen

Die Lebenserwartung eines HIV-Infizierten ist seit Beginn der antiretroviralen Therapie gegen HIV 1996 in Europa und Nordamerika um zehn Jahre gestiegen. Der Anstieg gilt für Erkrankte, die eine frühzeitige Behandlung erhalten haben. Diese Entwicklung zeigt eine Studie unter der Leitung von Adam Trickey, die in der Fachzeitschrift Lancet HIV erschienen ist (2017; doi: 10.1016/S2352-3018(17)30066-8)

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Organisationen
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Das Frauengesundheitsportal bietet zum Thema "HIV/AIDS bei Frauen" folgenden Überblick zu:

Aktuelle Daten und quali­täts­gesicherte Fakten rund um Lebenslagen, Gesundheit und Krankheit von Frauen finden Sie im Infoblatt des Frauen­gesundheitsportals.

Die Broschüre gibt einen Überblick über sämtliche aktuell verfügbare Materia­lien der BZgA zur HIV/STI-Prävention.

Die BZgA bündelt die Prä­ven­tions­maß­nahmen und In­form­ation­en zu HIV und anderen sexuell übertragbaren In­fek­tion­en unter dem neuen Nam­en LIEBESLEBEN. Die neue Kampagne ist Teil der ak­tu­el­len Strategie der Bund­es­reg­ier­ung zur Ein­däm­m­ung von HIV, Hepa­titis und anderen sexuell übertragbaren In­fek­tion­en, die das Bund­es­kab­i­nett am 6. April 2016 ver­ab­schied­et hat.

Sie hab­en ein­e Frag­e zu HIV/Aids, sex­u­ell ü­ber­trag­bar­en In­fek­tion­en (STI) oder Saf­er Sex? Sie sind sich nicht sich­er, ob Sie beim Sex ein Ri­si­ko ei­nge­gang­en sind? Auf den Seit­en der BZgA-Kam­pagn­e LIEB­ES­LEB­EN find­en Sie In­for­ma­tion­en zu Be­rat­ungs­stel­len.

Die vom Ro­bert Koch-In­sti­tut durch­ge­führt­e Mi­Test-Stu­di­e wirft ein­en aus der Per­spek­ti­v­e der Test- und Be­rat­ungs­prax­is um­fas­sen­den Ein­blick in die HIV- und STI-Test­prax­is bei Men­sch­en mit Mi­gra­tions­ge­schich­te.

HIV, Hepa­ti­tis B und C so­wie an­der­e sex­u­ell ü­ber­trag­bar­e In­fek­tion­en hab­en ver­gleich­bar­e Ü­ber­trag­ungs­weg­e und tret­en in ähn­lich­enGrup­pen ver­stärkt auf. Des­halb werd­en sie ge­mein­sam in ein­er in­te­griert­en Stra­te­gie a­dres­siert.