Häusliche Gewalt: Leitfäden und Materialien für Ärztinnen und Ärzte
Kurzbeschreibung
Verscheidende Bundesländer haben Leitfäden für die ärztliche Praxis im Hinblick auf Diagnose, Dokumentation und Behandlung bei häuslicher Gewalt herausgegeben. Sie wurden zumeist in Kooperation mit den jeweiligen Landesärztekammern erstellt und herausgegeben. In der Regel werden die Leitfäden ergänzt durch ein Adressverzeichnis von Beratungs- und Hilfsangeboten im jeweiligen Bundesland.
Im einzelnen sind dies die Leitfäden:
- Baden-Württemberg: Landesärztekammer Baden-Württemberg (Hg.) 2008 Häusliche Gewalt - Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte zum Umgang mit Patientinnen und Patienten, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Der Leitfaden basiert in Teilen auf den Broschüren von BIG Berlin sowie dem Leitfaden, der für Schleswig Holstein entwickelt wurde. Er wird ergänzt durch ein umfangreiches Adressverzeichnis von Beratungs-, Unterstützungs- und Notfalleinrichtungen in Baden-Württemberg. Auf der Webseite der Landesärztemkammer finden sich unter Häusliche Gewalt weitere Informationen. - Berlin: Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt – BIG (2006) Wenn Patientinnen von Gewalt betroffen sind Informationen für Ärtzinnen und Ärzte über Gewalt gegen Frauen.
- Bremen: Ärztekammer Bremen (Hg.) 2006 Diagnose: Häusliche Gewalt. Ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte Erkennen - beraten - helfen.
"Der Leitfaden gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil finden Sie Definitionen häuslicher Gewalt und ihre möglichen Auswirkungen. Der zweite Teil bietet Ihnen für Ihre Praxis Adressen von Serviceeinrichtungen
und Hilfsangeboten für Betroffene. In der Literaturliste finden Sie Quellennachweise für diesen Leitfaden sowie Empfehlungen für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema. Ärztinnen und Ärzte finden Hilfestellungen zur Befunderhebung und Dokumentation." (Einleitung) - Hamburg: Ärztekammer Hamburg u.a. (Hg.) 2006 Leitfaden „Häusliche Gewalt“ Hinweise zu Diagnostik, Dokumentation und Fallmanagement. Ergänzende Materialien stehen ebenfalls auf der Webseite der Ärztekammer zur Verfügung, ein Dokumentationsbogen sowie ein Adressenverzeichnis von Einrichtungen zur Beratung, Hilfe und Unterstützung in Notfällen.
- Hessen: Die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt/M (Koordinierungsstelle der Hessischen Frauennotrufe) bietet auf ihrer Webseite unter Ärztliche Dokumentation Informationen für medizinische Berufe zur Dokumentation und Spurensicherung bei Körperverletzung und sexueller Gewalt. Ergänzend sind hier Informationen und Leitlinien zu HIV und Hepatitis B zusammengestellt.
- Mecklenburg-Vorpommern: Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern (Hg.) 2005 Gesundheitliche Versorgung gewaltbetroffener Frauen in Mecklenburg-Vorpommern Ein Leitfaden für die medizinische Praxis
Der Leitfaden richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in Kliniken und Praxen sowie an medizinisches Fachpersonal mit Berührungspunkten mit gewaltbetroffenen Frauen und ist als Arbeitshilfe für den täglichen Gebrauch konzipiert. - Niedersachsen: Ärztekammer Niedersachsen, Arbeitskreis "Häusliche Gewalt" (Hg.) Informationen und Arbeitshilfen für Ärztinnen und Ärzte
Die Materialien umfassen Informationen und Arbeitshilfen für Ärztinnen und Ärzte, einen Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte, ein Infoblatt zur Schweigepflicht für Ärztinnen und Ärzte in Fällen häuslicher Gewalt sowie einen Dokumentationsbogen Häusliche Gewalt. - Nordrhein-Westfalen: Ärztekammer Nordrhein u.a. (Hg.) 2005 Diagnose Häusliche Gewalt. Leitfaden. Darüberinaus stehen auf der Webseite der Ärtzekammer Nordrhein weitere Materialien zur Verfügung, ein Dokumentationsbogen sowie ein Adressverzeichniss zu Häuslicher Gewalt. Die Webseite bietet außerdem eine Zusammenstellung von Artikeln zum Thema aus dem Rheinischen Ärzteblatt. Informationen für Ärztinnen und Ärzte wie auch für Betoffene bietet auch die Webseite der Rechtsmedizinischen Ambulanz für Gewaltopfer in der Universitätsklinik Düsseldorf
- Rheinland-Pfalz: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (Hg.) 2008: Gewalt macht Frauen krank: Erkennen – ansprechen – helfen. Begleitmaterialien zur Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte.
- Saarland: Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt, Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales Saarland (Hg.) 2005 Häusliche Gewalt · erkennen – behandeln - dokumentieren. Eine Information für Ärtzinnen und Ärzte
Die Broschüre gibt konkrete Hilfestellung insbesondere für die Diagnostik, Dokumentation und die erforderlichen Interventionsmöglichkeiten und wird ergänzt durch eine Zusammenstellung der Anlauf- und Interventionsstellen, der Beratungs- und Hilfsangebote im Saarland. - Sachsen-Anhalt: Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt; Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. (Hg.) 2001 Hinsehen - Leitfaden für die ärztliche Praxis bei häuslicher Gewalt
Dieser informiert eingehend über die Problematik "Gewalt gegen Frauen", aber auch über die Grenzen des ärztlichen Handelns. Hinweise zu Rechtsgrundlagen runden den Ratgeber ab. Abgeschlossen wird dieser Leitfaden durch eine umfangreiche nach Regionen geordnete Adressenliste der verschiedenen Hilfsangebote. - Schleswig-Holstein: Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie, Schleswig-Holstein (Hg.) Diagnose: Gewalt - Leitfaden für den Umgang mit Patientinnen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Die Broschüre bietet grundlegende Praxisempfehlungen für Ärztinnnen, Ärzte und Pflegekräfte, einen Dokumentationsbogen sowie Adressen von Beratungs- und Anlaufstellen in Schleswig-Holstein.(letzte Aktualisierung am: 26.01.2010)